Elke Twesten – Global denken - lokal handeln
Elke Twesten – Im Landkreis unterwegs

14. Juni 2010

Dialog vor Ort bei Kraft Foods in Bad Fallingbostel

In Bad Fallingbostel im Landkreis SFA befindet sich mit Kraft Foods eines der größten Lebensmittelwerke in der Europäischen Union, in dem u.a. Philadelphia Frischkäse, Miràcoli und Ketchup produziert wird.

Auf Einladung des Konzerns besichtigte Elke Twesten das Werk, um einen Eindruck von der dortigen Lebensmittelsicherheit und Qualität zu gewinnen; aber auch, um kritisch über die aktuell praktizierte Lebensmittelkennzeichnung zu sprechen.

Umfragen zeigen, dass die Nährwertangaben für die meisten VerbraucherInnen weder verständlich noch hilfreich sind. Hier würde die Einführung einer sog. Ampelkennzeichnung Abhilfe schaffen: Sie verdeutlicht auf einfache Weise die Menge an Fetten, Salzen und Zucker, wobei Grün für einen geringen, Gelb für einem mittleren und Rot für einen hohen Anteil steht.

Die Lebensmittelindustrie lehnt diese Kennzeichnungsart jedoch ab und beruft sich auf die Mündigkeit der VerbraucherInnen. Nur lässt sie dabei außer Acht, dass Mündigkeit eine klare Informationslage voraussetzt und diese mit den verwirrenden Nährwertangaben nicht gegeben ist."

Mein Resümee des Dialogs vor Ort: Es bedarf noch vieler Gespräche, um Akzeptanz für die Lebensmittelampel bei der Lebensmittelindustrie zu schaffen. Ihr selbst postulierter Auftrag kann nicht lauten, „für jede Lebenslage ein Lebensmittel“ zu kreieren, sondern gesunde Produkte herzustellen und bei denen, die es nicht sind, die VerbraucherInnen auf der Verpackung darüber in verständlicher Art und Weise zu informieren.