Elke Twesten MdL

Frauenpolitische Sprecherin

Grüne Kreistagsfraktion fordert Frackingverbot ohne Wenn und Aber

Hände weg von der Rotenburger Rinne

Erst wenige Wochen ist die Fracking-Gesetzgebung in Kraft und ruft einmal mehr die Wasserversorger im Landkreis auf den Plan, sich vehement für den Schutz unseres Trinkwassers aus der Rotenburger Rinne und gegen jegliche Frackmaßnahmen zu engagieren. „Zu Recht“, finden die Kreisgrünen, denn in Rotenburg ist es mit Blick auf Bötersen Z 11 deutlich fünf vor zwölf!

Elke Twesten, MdL aus Scheeßel, fordert den Schulterschluss der Politik: „Angesichts der vielen bei uns im Landkreis Rotenburg in den vergangenen Jahren aufgetretenen Risikofaktoren rund um die Erdgasförderung, ist der gesetzliche Schutz unserer Trinkwasserressourcen unsere dringendste gemeinsame Aufgabe". „Deshalb", so die Kreisgrünen, „freuen wir uns, wenn mit dem für Samstag in der Rotenburger Innenstadt geplanten Ostermarsch von Rotenburg aus wiederum ein starkes Signal gegen den Einsatz von Fracking in ganz Deutschland gesetzt wird“. 

Fracking birgt erhebliche Risiken für Umwelt und Gesundheit. Dazu gehören mögliche Verunreinigungen des Grundwassers, Bodenabsenkungen und Erdbeben sowie die ungeklärte Frage der Entsorgung giftiger Abwässer. „Zudem stehen“, so die Land- und Kreistagsabgeordnete Elke Twesten, „deutlich erhöhte Krebsraten in Erdöl- und Erdgasfördergebieten unseres Landkreises im Verdacht, durch diese Art der Rohstoffförderung ausgelöst worden zu sein."

„Die besonderen Risiken“, so die Abgeordnete weiter, „rechtfertigen in keiner Weise die Förderung vergleichsweiser geringer Erdgas- und Erdölmengen. Das wenige Gas, was in Deutschland mit dem Fracking-Verfahren dem Boden mit letzter Kraft abgerungen werden soll, steht in keinem Verhältnis zu den damit verbundenen Gefahren und reicht für schlappe zweieinhalb Jahre!“

Reinhard Bussenius, Fraktionsvorsitzender im Kreistag weist in diesem Zusammenhang erneut auf die mit dem Einsatz der Fracking-Technik unweigerlich einhergehende Verlängerung des fossilen Zeitalters hin, die im Widerspruch zu den Klimazielen von Paris steht. Der Landkreis muss nun seine rechtlichen Möglichkeiten insbesondere zum Schutz des Trinkwassers im Einzugsgebiet der Rotenburger Rinne und der Gesundheit seiner Bevölkerung voll ausschöpfen.

Erster Angriffspunkt ist das sich derzeit im Entwurf befindliche Regionale Raumordnungsprogramm: „Hier", so die Grünen abschließend, „muss ohne Wenn und Aber festgeschrieben werden, dass die Rotenburger Rinne als Trinkwasserreservoir für immerhin 500.000 Menschen geschützt werden muss. Wir, die politisch Verantwortlichen im Landkreis Rotenburg, müssen erreichen, dass ein Fracking-Verbot als Ziel der Raumordnung in allen Teilen des Landkreises festgelegt wird."

Die vor kurzem in der Stadt Rotenburg verabschiedete Resolution, so der Vorschlag der Kreisgrünen, sollte in dieser Form von allen Städten und Gemeinden im Landkreis mitgezeichnet werden. „Wir werden unsere Verantwortung ernst nehmen, wir wissen schon jetzt um viele mit dieser Technologie einhergehenden Gefahren, deshalb gibt es nur eins: Risikofaktoren ausschließen – Fracking verbieten."



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